Job-Crafting

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This article was written on 26 Apr 2013, and is filled under JobCrafting Basics.

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Was ist eigentlich JobCrafting?

Talentorientierung und Talentwicklung stehen momentan ganz oben auf der Tagesordnung. Der erste Schritt ist, die eigenen Talente zu entdecken. JobCrafting geht einen Schritt weiter. Und der zweite ist mindestens genauso wichtig: Was will ich aufgrund dieser Erkenntnisse verändern? Dafür gibt es JobCrafting. Viel Wirkung und Energie liegt in diesem zweiten Schritt – den eigenen Talenten Raum zu geben und sie bewusst zu nutzen.

P1070867_02_webJobCrafting, manchmal auch JobShaping genannt, wurde im Rahmen der Positiven Organisationspsychologie entwickelt. Die Kernidee: Es ist immer möglich, kleine Anpassungen am eigenen Job vorzunehmen – so dass Arbeit sich optimal an eigene Motivation und Stärken anschließt. Als Urheber dieses Konzeptes werden Wrzesniewski & Dutton angesehen. Mit ihrem Artikel von 2001 haben sie den Fokus verändert: Es geht weniger darum, Menschen zur Arbeit zu motivieren, sondern darum, wie man Menschen unterstützen kann, aktiv zu werden und ihre eigene Arbeit für sich motivierend zu gestalten.

Anpassungen der eigenen Arbeit lassen sich über vier Stellschrauben erreichen: Was einem oft als erstes einfällt, ist ein Verändern der Inhalte und Aufgaben, manchmal machen bereits kleine Verschiebungen oder das Hinzufügen bzw. Weglassen von Aufgaben einen großen Unterschied. Einfluss nehmen kann man auch auf die Beziehungen – die Menschen, mit denen man regelmäßig arbeitet oder sich über Arbeitsinhalte austauscht. Darüber hinaus lässt sich auch der Kontext, die Arbeitsumgebung, verändern. Veränderung von Aufgaben, Beziehungen und Kontext sind Wege, die die Arbeit selbst verändern.

Darüber hinaus bietet JobCrafting eine kognitive Perspektive: Die vierte Stellschraube ist Haltung oder Einstellung: Den Blick auf die eigene Arbeit zu ändern, setzt sich viel in Bewegung. Wenn du dir zum Beispiel bewusst bist, inwiefern deine Arbeit einen Beitrag zu etwas Größerem leistet, verändert dies das Gefühl bezüglich Arbeit drastisch verändern.

Es gibt in jedem Job Freiheitsgrade. Es gibt viele Jobs, bei denen man dies auf den ersten Blick nicht denkt. Aber es gibt immer Freiheitsgrade. Die Kunst liegt darin, diese zu entdecken und zu nutzen! Wichtig dabei ist, dass die Veränderungen selbstgesteuert sind. Somit handelt es sich immer um individuelle Lösungen, auf den Einzelnen zugeschnitten.

Uns begeistert JobCrafting. Wir werden es in den nächsten Monaten weiter explorieren. Und wir lassen Sie / Euch über dieses Blog gerne daran teilhaben.

Dieser Beitrag ist auch auf  dem Kessels & Smit-Blog erschienen. Er ist Auftakt für eine mehrteilige Blogreihe über JobCrafting.

 

 

Frauke Schmid-Peter

Frauke Schmid-Peter, Organisationsberaterin und Coach schreibt hier in unregelmäßigen Abständen darüber, welchen Blick man auf Arbeit auch einnehmen kann und wie man diese zum Positiven verändern kann.

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