Job-Crafting

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This article was written on 16 Okt 2013, and is filled under Random thoughts, Sinn.

„Hurra, es ist Mittwoch!“

„Hurra, es ist schon Mittwoch!“ tönt die Stimme aus dem Radio. Und ich ärgere mich. „Hurra, es ist schon Mittwoch. Die Hälfte der Woche haben wir geschafft, bald ist wieder Wochenende!“. Worüber ich mich ärgere? Über dieses verquere Verständnis von „Wir müssen uns durch die Woche quälen, um am Wochenende richtig zu leben“. Über Radiomacher, die diese Haltung propagieren.

Natürlich macht nicht jeder P1100687_03_webArbeitstag Spaß. So wie auch sonst nicht alles, was man im Leben tut, Spaß macht. Aber diese Haltung „Da muss man halt durch, das ist das Übel, das zum Leben dazu gehört“, das ist eine Haltung, mit der ich mich nicht anfreunden kann. 40 Jahre lang, 5 Tage die Woche, das macht, Moment, bei ca. 200 Arbeitstagen im Jahr, locker-flockig 8000-mal mit dem Gefühl aufstehen „Hätte ich den Tag doch nur hinter mir. Der Countdown zum Wochenende läuft ja zum Glück.“

So will ich nicht leben. Und ich bin überzeugt davon, dass es immer Möglichkeiten gibt, Arbeit so zuzuschneiden, dass sie einem selbst mehr bringt. Mehr Spaß, mehr Sinn, mehr Gestaltungsmöglichkeiten. In diesem Sinne: Einen wunderbaren Mittwoch! Wie schön, dass noch drei ganze Tage vor mir liegen, die ich mit Arbeit ausfüllen darf, bevor ich dann auch mein Wochenende genießen werde.

Ein Nachtrag:
Mich ärgert nicht, dass man sich mal auf das Ende der Arbeitswoche freut. Mich ärgert, dass – zumindest gefühlt – jede Woche entsprechend getönt wird. Und das nicht immer nur auf dem gleichen Radiosender.

 

Frauke Schmid-Peter

Frauke Schmid-Peter, Organisationsberaterin und Coach, schreibt hier in unregelmäßigen Abständen darüber, welchen Blick man auf Arbeit auch einnehmen kann und wie man diese zum Positiven verändern kann.

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