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This article was written on 23 Mai 2013, and is filled under Young Professionals.

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Generation Y. Wirklich so anders?

Viel ist bereits geschrieben worden über die Generation Y bzw. die Millenials. Ich habe bislang die für mich spannendsten Zusammenführungen dieser Themen im Blog Recruiting Generation Y gefunden. Und auch die ersten Beiträge auf Generation That’s Why lassen mich interessiert schielen, was dort als nächstes erscheinen wird.  Auf zahlreichen Kanälen erörtern Wissenschaftler, Personaler, Vertreter der Generation Y, was diese Generation will und was sie umtreibt. Inzwischen erscheinen ganze Bücher zu dem Thema – ein Ausdruck dessen, dass die Fragezeichen in der Gesellschaft zur Zukunft der Arbeit immer größer werden?Viel ist bereits geschrieben worden_web

Auch ich glaube, dass sich der Blick auf Arbeit wandelt und die aktuelle Generation der jungen Berufstätigen von Anderem getrieben ist als vorherige Generationen. Als 1979 Geborene, die gerade so am Rande der Generation Y „vorbeischrammt“, kann ich mich  selbst mit vielem des Geschriebenen identifizieren.

Bei Freunden, in meinem Netzwerk, durch Erzählungen von Kunden stelle ich fest, dass der veränderte Blick auf Arbeit den konkreten Arbeitsalltag beeinflusst: Häufige Wechsel von Arbeitgebern sind normal – man bleibt nicht mehr zwangsläufig sein Leben lang Berater bei der Sparkasse. Ich habe einige Menschen kennengelernt, denen ihr Handlungsspielraum und die Selbstbestimmung so wichtig waren, dass sie sichere Anstellungen dafür aufgegeben haben. Kunden melden zurück, dass sich die Diskussions- und Feedbackkultur ändert, dass die jungen Berufseinsteiger Feedback einfordern und auch ungefragt Feedback äußern. Der Bedarf nach flexibleren Arbeitszeiten. Anderes Arbeiten durch veränderte Mediennutzung…. die Liste lässt sich um einiges fortsetzen.

Unterschieden sich aber die Werte der Generation Y wirklich so sehr von denen anderer Generationen? Mark Poppenborg traf vor einiger Zeit in einem Gastbeitrag auf saatkorn.de den Nagel auf den Kopf: Das, was die Generation Y will – Selbstbestimmung -,  unterscheidet sich gar nicht so sehr von vorherigen Generationen. Sie ist lediglich lauter darin als andere Generationen, diese Selbstbestimmung auch einzufordern.

An welchen Stellen bringt uns diese Einteilung in verschiedene Generationen wirklich weiter?

Ich sehe die große Frage der Zukunft der Arbeit weniger darin, wie die Unternehmen lernen können, mit diesen vermeintlich komischen Werten der Generation Y umzugehen. Sondern viel mehr in folgender Frage: „Wie schaffen wir im Unternehmen das Ausbalancieren von Führung und Selbstbestimmung?“

Darin schwingt etwas mit, worauf ich schon länger gedanklich kaue: Ich habe den Eindruck, dass Firmen nicht das ganze Potenzial der Berufseinsteiger nutzen. Warum nicht erst mal schauen, was diese Neueinsteiger ins Unternehmen mitbringen anstatt sie gleich in die vorhandenen Muster zu pressen? Aber dazu mehr in einem anderen Beitrag.

 

Frauke Schmid-Peter

Frauke Schmid-Peter, Organisationsberaterin und Coach, schreibt hier in unregelmäßigen Abständen darüber, welchen Blick man auf Arbeit auch einnehmen kann und wie man diese zum Positiven verändern kann.

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